Gemüse frisch vom Feld auf’s Teller
Heute dürfen wir euch einen unserer Gemüselieferanten vorstellen: Alma Calliari – Biohof. Eine junge Traminerin, welche es auf die andere Etschseite verschlagen hat, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen: dem Gemüseanbau. Chapeau zu diesem Mut! Wer sie kennt, weiß, dass die sympathische Jungunternehmerin viel Pfiff, Eifer und Kreativität an den Tag legt und sich sicherlich nicht unterkriegen lässt. Ihr Gemüse überzeugt und wir sind ziemlich happy sie als Partnerin an unserer Seite zu haben.
Liebe Alma, du bist Gemüsebäuerin mit Leib und Seele. Wie bist du zu deinem Beruf gekommen und was ist dein Antrieb?
Über Umwegen bin ich zum Gemüsebau gekommen, als ich nach mehreren Auslandsjahren nach Südtirol zurückgekommen bin und wieder gelernt habe unser schönes Land, und all sein positives Entwicklungspotential zu schätzen. Ich glaube ich bin schon sehr heimatverbunden, wenn auch auf eine unkonventionelle Art & Weise. Mein Antrieb ist es gesunde Lebensmittel zu produzieren, die biologisch zertifiziert, ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger aufgezogen werden und die keine langen Transportwege hinter sich legen müssen, um so frisch wie möglich bei den Konsumenten anzukommen. Ich möchte mit meiner Art und meinem Gestaltungsgeist einen positiven Einfluss auf unser Miteinander und Zusammenleben als Gesellschaft haben.
Welche Gemüsesorten baust du an und auf wie viel Fläche?
Ich müsste flunkern wenn ich genau wüsste wie viele Gemüsesorten es sind 😉 Ungefähr 30 Kulturen und über 50 verschiedene Sorten… und das alles auf ca. 1 Hektar Pachtfläche.
Welche sind die Herausforderungen, denen du dich das Jahr über stellen musst?
Herausforderungen gibt es einige, aber ohne Herausforderung kein Wachstum. Die größten Herausforderungen:
Das Arbeitspensum. In der Hauptsaison sind die langen Arbeitstage nicht zu unterschätzen. Gewisse Arbeiten kann man nicht aufschieben und vieles muss gleichzeitig passieren (ernten, verkaufen, verarbeiten). Es ist wichtig gute Prioritäten zu setzen. Das eigene Wohlbefinden darf dabei nicht auf der Strecke bleiben.
Das Wetter. Die Produktion von Lebensmitteln hängt stark von den Wetterverhältnissen ab. Da heißt es flexibel bleiben.
Krankheiten und Schädlinge. Gutes Gemüse schmeckt nicht nur uns Menschen, sondern auch Insekten, Mäusen usw. schmeckt nur das Beste. Da ist es die Herausforderung eine gute Balance zu finden, um alle leben zu lassen.
Der Verkauf. Ist das Gemüse einmal geerntet muss es so schnell wie möglich verkauft werden, damit es nicht an Qualität verliert. Am besten verkauft man schon bevor geerntet wird. 😉
Sagen wir so, ich konnte in den vergangenen 5 Jahren sehr viel lernen und werde noch weiter viel lernen dürfen. Wenn Betriebe wie ihr, uns dann die Wertschätzung entgegenbringen und regelmäßig mit unseren Produkten kochen, dann macht das die vielen Stolpersteine wieder gut. 🙂
Wie lange läuft deine Saison? Kannst du auch in den Wintermonaten anbauen? Und welche ist deine Lieblingsjahreszeit?
Momentan beenden wir sie Saison mit Ende November, haben aber auch im Winter noch kleinere Mengen an Salaten und etwas Lagergemüse. Mein Ziel ist es auch, und vor allem im Winter Gemüse anzubauen. Es ist unheimlich faszinierend, was da alles möglich ist. Die Frage nach meiner Lieblingssaison ist schwierig zu beantworten, denn ich finde jede Jahreszeit hat ihre eigene Magie. Wahrscheinlich aber der Herbst, da gibt es die meiste Vielfalt und das Wetter ist wunderbar. Nicht mehr zu heiß und alles färbt sich schön bunt.
Biozertifiziertes Gemüse, was heißt das?
Mit der Biozertifizierung garantieren wir eine bestimmte Qualität. In meinem Fall sind es sogar die Bioland Richtlinien, welche ich einhalte. Diese sind noch um einiges strengere Richtlinien, als die EU-Vorschriften. In der Praxis bedeutet das für den Gemüsebau, dass wir keine chemisch-synthetischen Dünger und Pflanzenschutzmittel verwenden, wir verwenden nur Saatgut und Pflanzgut welches aus biologischer Produktion stammen. Wir achten darauf, dass wir ressourcenschonend arbeiten, Fruchtfolgen konsequent einhalten, die Bodenfruchtbarkeit aktiv fördern und das durch die gesamte Wertschöpfungskette. All das wird jährlich, durch eine unabhängige Kontrollstelle, kontrolliert.
Welches ist dein Lieblingsgemüse und was machst du gerne daraus?
Das ist eine gemeine Frage, weil ich alles gerne mag. Ich entscheide mich für die unterschätzte Rote Bete. Unkompliziert im Anbau, gute Lagerfähigkeit und das ganze Jahr verfügbar. Zudem kann man auch die Blätter mit essen. Im Spätzleteig verarbeitet mit einer guten Käsesoße hab ich sie am liebsten.
Vielleicht habt ihr sie bei uns im Traminerhof ja schon probiert: Almas frische Rote Bete landet immer wieder bei uns auf dem Teller. Als feine Beilage, in Rote-Bete-Ravioli oder in anderen leckeren Kreationen.
Danke für das nette Gespräch. Auch wir als Traminerhof freuen uns über dein täglich frisches Gemüse. Unsere Gäste sind sehr interessiert daran und schätzen dieses Angebot. Danke dafür. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.